THW Kiel - Die Frauen

Die zwei Gesichter der Zebra-Damen!

Zwei Spiele, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Beide Male hieß der Gegner HSG Holsteinische Schweiz und zwischen den Partien lag gerade einmal eine Woche! Da wir in der Vorwoche noch im Nachholspiel des 1. Spieltages nach einer sehr souveränen Vorstellung die Halle in Eutin als Sieger verlassen konnten, hatten wir uns auch für das Rückspiel am Samstag einiges vorgenommen. Und wir begannen auch ganz stark und konnten uns nach 10 Minuten schon eine passable 5:2 Führung herausspielen. Unsere Abwehr stand wie gewohnt sicher und auch vorne konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder erfolgreich abschließen. Das war es dann aber auch schon, denn von Minute zu Minute wurden unsere Offensiv-Aktionen harmloser. Die technischen Fehler häuften sich und auch in der Abwehr stimmten die Absprachen längst nicht mehr, so wie noch zu Beginn. Zwar lagen wir in der 18. Minute immer noch mit 8:6 in Front, aber im Angriff lief nun absolut gar nichts mehr zusammen. Vielmehr war jetzt die HSG am Zug, denn während dem THW in den verbleibenden 12 Minuten kein weiterer Treffer mehr gelang, machten die Gäste sieben Tore und gingen so mit einer komfortablen 13:8 Führung in die Halbzeitpause.
Doch so leicht wollten wir uns nicht geschlagen geben. Immerhin hatten wir noch 30 Minuten Zeit das Ergebnis wieder gerade zu biegen. Voller Elan starteten wir also in den 2. Durchgang und nach dem 10:13 Anschlusstreffer in der 34. Minute sah es für einen kleinen Moment so aus als könnten wir das Blatt noch wenden. Doch weit gefehlt, denn obwohl die Abwehr den sprichwörtlichen Beton anrührte, schafften wir es nicht, mit den gewonnen Bällen im Angriff etwas sinnvolles anzustellen. Wir agierten wie schon in der 1. Halbzeit zu überhastet, zu ideenlos, zu durchsichtig .... um es kurz zu sagen: einfach unterirdisch! So erzielten wir dann auch erst in der 45. Minute wieder unser nächste Tor zum zwischenzeitlichen 11:16 Zwischenstand. Durch zwei schnelle Tore in Überzahl zum 11:18(47.) machten die Gäste den Sack endgültig zu. Den Zebra-Damen blieb für die verbleibende Spielzeit nichts anderes übrig, als noch ein wenig Ergebnis-Korrektur zu betreiben und so geht der verdiente 20:16 Erfolg des Edler-Teams letztendlich mehr als in Ordnung.
Rückblickend betrachtet können wir mit der Tatsache, dass wir nur 20 Gegentreffer (davon nur 7 im zweiten Durchgang!) kassiert haben ganz zufrieden sein. Warum es uns allerdings nicht gelungen ist, gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion nicht mehr als 16 Treffer zu erzielen, wirft doch einige Fragen auf. Sicherlich, auch die HSG zeigte ein gutes Defensiv-Verhalten und auch über einige Schiedsrichterentscheidungen kann man zumindest geteilter Meinung sein, aber letztendlich sind wir zum wiederholten Male nur an uns selbst gescheitert.
 
Für den THW spielten:(TW)Maximiliane Riemenschneider(30.-60.);(TW)Annika Sievers(30.-60.); Caroline Grünhagen(2); Lena Buelck(3/2); Adalheidur Alfredsdottir(1/1); Kristina Brüning; Franziska Fock(2); Sarah Steffanowski; Franziska Miskic; Patricia Miskic(2); Eva Renner(2); Kim Schwardt(4); Jennifer Johnsen