THW Kiel - Die Frauen

Auf der Zielgeraden noch abgefangen!

Enttäuschte Gesichter auf Seiten des THW Kiel. Nach 60 Minuten standen die Zebras trotz leidenschaftlichen Kampfes am Ende mit leeren Händen da und mussten mit einer 26:24 Niederlage die Heimreise antreten. Ähnlich wie letzte Woche gegen die SG Kollmar/Neuendorf, reisten wir erneut mit einem sehr überschaubaren Kader zu unserem weitesten Auswärtsspiel der Saison ins 130 KM entfernte Geesthacht. Es war von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe. Zwar erzielten wir schnell eine zwei Tore Führung, die die Geesthachter Damen in der 6. Minute beim 4:4 jedoch wieder egalisieren konnte. Gestützt durch eine immer besser agierende Deckung, gelang es uns aber erneut einen leichten Vorteil heraus zu spielen und beim 5:9(14.) betrug der Vorsprung erstmals 4 Tore. Doch wir mussten viel investieren und für jeden Treffer hart arbeiten. Patti am Kreis verrichtete wahre Schwerstarbeit, da sie sich immer gleich mit zwei Gegenspielerinnen "rumärgern" musste. Trotzdem konnte sie sich immer wieder durchsetzen um selber zu verwandeln oder Denise brachte die oftmals fälligen 7m ganz sicher im gegnerischem Tor unter. Mitte der 1. Halbzeit kam unser Angriffsspiel dann etwas ins Stocken und der Gastgeber kämpfte sich nach einem Time-Out wieder auf 9:10(22.) heran. Es war allerdings auch die Phase, in dem einige recht "merkwürdige" Schiedsrichterentscheidungen für Unmut auf Seiten des THW sorgten. Doch wir schafften es wieder uns auf das Wesentliche zu konzentrierten, verpassten uns selber einen Maulkorb (so schwer es uns auch allen fiel ;-)) und mit einer knappen zwei Tore Führung wurden beim 12:14 die Seiten gewechselt.
Mit frischem Wind kamen wir aus der Kabine und erhöhten schnell auf 12:16(36.). Doch die Freude hielt nicht lang. Die Gastgeber gingen nun in der Abwehr ein wenig konsequenter zur Sache. Nicht unfair, aber schon des öfteren so, das eine progressive Bestrafung durchaus angebracht gewesen wäre. Doch Fehlanzeige und manchmal erweist es sich halt doch von Vorteil, wenn einem die Linie (sofern es die überhaupt gab) eines Schiedsrichters schon bekannt ist. Trotzdem schafften wir es über 15:17(43.) und 17:18(45.) unsere Führung zu behaupten ehe die Brodesser-Schützlinge mit dem 18:18(46.), das erste Mal seit der 6. Minute, wieder den Ausgleich erzielen konnten. Nicht unverdient, denn in der Abwehr waren wir nicht mehr ganz so präsent wie noch in der 1. Halbzeit. In den folgenden Minuten ging es Tor um Tor weiter. Wir legten vor und Geesthacht glich wieder aus. In der 55. Minute konnten wir dann sogar ein weiteres Tor zwischen uns und den Gästen legen und auf 21:23 erhöhen. Die Entscheidung? Sie hätte es sein können, wenn nicht sogar müssen, aber leider hatten wir in den folgenden Minuten nicht das nötige Glück, das man braucht um solche Spiele zu gewinnen. Erst trifft Sarah zweimal hintereinander nur den Pfosten und dann scheitern einmal Patti und einmal Denise nach tollem Zuspiel ebenfalls am Gebälck. Die Folge ist, dass der VFL Geesthacht in der 57. Spielminute erneut zum 23:23 ausgleichen kann. Als dann im nächsten Angriff ein klares Halten von Maren Bostel an Denise ohne Konsequenzen bleibt und der Ball deshalb das Tor verfehlt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die Hausherren können mit 24:23(59.) das erste Mal in diesem Spiel die Führung übernehmen. Einer der wenigen technischen Fehler auf Seiten der Zebras besiegelt dann die endgültige Niederlage und Sabrina Peuker vom VFL Geesthacht erzielt eine Minute vor Schluss das 25:23. Zwar gelingt noch der Anschlusstreffer zum 25:24, aber auch wenn man die letzte 7m Entscheidung des Unparteiischen nur als absoluten Witz und Bestätigung für dessen schlechte Leistung bezeichnen kann, hätte es nichts an der 26:24 Niederlage geändert.
Sicherlich hat nicht die schlechtere der beiden Mannschaften verloren. Das uns am Ende vielleicht ein wenig die Luft ausging, war hauptsächlich dem kleinen Kader geschuldet. Gerade weil auch einige Spielerinnen bereits angeschlagen in die Partie gegangen sind, war das kämpferisch eine ganz große Leistung. Ein besonderes Lob haben sich unter diesen Umständen sicher Lena Bülck und Denise John verdient, die beide über 60 Minuten durchpowern mussten. Von daher haben wir uns absolut nichts vorzuwerfen und können dem VFL Geesthacht nur fair, aber erhobenen Hauptes zu den 2 Punkten gratulieren. Am nächsten Wochenende geht es dann endlich wieder zu Hause weiter. Am Samstag empfangen wir den SC Nahe 08 und hoffen natürlich unseren Hinspielerfolg wiederholen zu können.
 
Eure 1. Frauen
 
Für den THW spielten:(TW)Annika Sievers; Caroline Grünhagen(2); Lena Buelck(2); Denise John(8/6); Franziska Fock(1); Sarah Steffanowski(2); Franziska Miskic; Patricia Miskic(4); Kim Schwardt(5); Jennifer Johnsen(1)