THW Kiel - Die Frauen

Niederlage gegen Tarp besiegelt den Abstieg

Angesichts des Endspielcharakters hätte man meinen könnten, wir sollten richtig heiß sein – davon war dann auf dem Feld leider wenig zu sehen.

Die erste Halbzeit verlief lange recht ausgeglichen. Über 4:3 (10.), 7:7 (15.) und 10:11 (24.) konnte sich keine Mannschaft absetzen – wobei wir definitiv die Möglichkeiten dazu gehabt hätten! Wir ließen viele Chancen liegen, sodass man sich auch beim Halbzeitstand von 10:14 noch fragen musste, wie eigentlich die Tarperinnen in Führung gehen konnten, waren wir spielerisch doch eigentlich die stärkere Mannschaft. Doch zu oft ließen wir uns vom Spiel der Gäste einschläfern, die den Ball immer wieder im Rückraum hin und her spielten, bis sich die Lücken für Kreis- und Einläufer auftaten. Da fehlte es bei uns an Biss und Absprachen.

Das wollten wir in der zweiten Runde ändern, was dank einer Umstellung der Abwehr auf eine 5:1 zunächst auch gelang. Wir verkürzten schnell zum 12:15 (35.), doch dann stellten wir das Tore werfen für 15 Minuten gänzlich ein, sodass sich Tarp vorentscheidend auf 12:19 (50.) absetzen konnte. Wir trauten uns keine Würfe aus dem Rückraum zu und zeigten uns hier viel zu ungefährlich, sodass die Tarperinnen sich in der Abwehr ausruhen konnten und wir weder für Paule und Patti am Kreis, die die kurzfristig ausgefallene Manya ersetzten, noch für unsere Außen freie Räume erspielten. Zum Glück nahm Lisa sich auch aus schwierigem Winkel ihre Würfe und verwandelte sechsmal. Dass die Schiedsrichter sich dem Spielniveau anpassten, machte den Unmut in dieser Phase nicht kleiner.

Als wir zehn Minuten vor Schluss die Abwehr auf eine 3:3-Formation umstellten, keimte doch noch einmal Hoffnung auf. Wir verkürzten durch sechs schnelle Treffer auf 18:21, doch der Funke Optimismus wurde von den Tarperinnen direkt wieder zu Nichte gemacht, die die jetzt vorhandenen Lücken nutzten und sich erneut auf 18:24 absetzen. Der deutliche Endstand von 20:26 wird dem Spielverlauf nicht unbedingt gerecht, doch insgesamt lässt sich nicht leugnen, dass unsere heutige Spielweise eher nach Lustlosigkeit und fehlender Spritzigkeit aussah und somit auch das Training der letzten Tage wiederspiegelte. War sie es in den Köpfen einiger Spielerinnen vielleicht schon vor Anpfiff, ist die Saison mit dieser Niederlage (und im Übrigen auch durch den Punktgewinn von Fockbek in Lauenburg) jetzt endgültig abgehakt, es geht direkt in die Landesliga. Immerhin: Wir hüpfen nach einem Sieg nicht mit rosa Plüscheinhörnern durch die Halle…

Tore für die Zebradamen: Lisa 6, Bambi 4, Denise 4/1, Jo 3/1, Branca, Patti und Krissi je 1.