THW Kiel - Die Frauen

Jung-Zebras haben diesmal das bessere Ende für sich!

Am vergangen Samstag war mal wieder "Heimspieltag" für die Frauenabteilung des THW. Den Anfang dabei machten die 3. Damen von Danilo Voß, die gegen ihren direkten Tabellennachbarn von Gettorf-Osdorf zu einem überzeugenden 23:14 Erfolg kamen. Bei den 2. Damen war mit der HSG SZOWW der derzeitige Tabellensechste zu Gast in der HWH. In der Hinrunde unterlag das Team von Gerrit Händel nur denkbar knapp mit 29:27 und war auf Wiedergutmachung aus. Zwar musste das Team auf die beiden etatmäßigen linken Aussenangreifer Sarah Steffanowski und Lena Hansen verzichten, aber mit Caroline Grünhagen stand nach fast 4-monatiger Zwangspause wieder eine der beiden Langzeitverletzten im Kader.

Den besseren Start erwischten die Gäste. Das 1:0 durch die am heutigen Tage mit insgesamt 7 Treffern erfolgreichste Torschützin auf Seiten des THW Kim Schwardt, konterten die Damen aus Nordfriesland schnell und setzten sich über 1:3(4.) und 6:9(17.) in der 22. Minute beim Stand von 8:13 das erste Mal auf 5 Tore ab. Time-Out auf Seiten der Kielerinnen. Und plötzlich lief´s . Hinten wird jetzt konsequenter zugepackt und vorne trifft Adalheidur Alfredsdottir drei mal in Folge vom Kreis. Den Anschlusstreffer zum 12:14 Halbzeitstand markierte dann die in der 25. Minute eingewechselte Caroline Grünhagen. "Vor dem Spiel haben wir von der Mannschaft eine Reaktion auf den eher durchwachsenen Rückrundenauftakt gefordert. Trotz leichten Startschwierigkeiten haben sie sich dann von der tollen Stimmung in der Halle tragen lassen und sind immer besser ins Spiel gekommen. In der 2. Hälfte haben wir dann nur noch 9 Gegentreffer kassiert und somit den Grundstein für diesen Erfolg gelegt", so die Analyse von THW Trainer Gerrit Händel.

Der THW Kiel knüpfte da an, wo er vor der Halbzeit aufgehört hatte. Die Abwehr stand jetzt noch stabiler und beim 16:15(39.) schien es als hätten die Zebras das Spiel gedreht. Doch abschütteln ließ sich das Team von HSG Trainer Torben Walluks noch lange nicht und ging beim 18:19(44.) selbst noch einmal in Führung. Es sollte allerdings die letzte in diesem Spiel gewesen sein. Zwar konnten die Gäste begünstigt durch die 2-Minuten Strafe für Patricia Miskic in der 53. Minute - übrigens die einzige unverständliche Entscheidung des sonst guten Schiedsrichters Hans-Jürgen Klein - noch mal auf 23:23 ausgleichen, aber die letzten 5 Minuten der Partie gehörte eindeutig den Kielerinnen. Selbst in doppelter Einzelmanndeckung agierten die Jung-Zebras mit Köpfchen und nutzten diesmal die sich dadurch bietenden Räume geschickt, um durch drei Treffer in Folge einen unterm Strich auch verdienten 26:23 Erfolg einzufahren. "Ob es nun an den Orangen gelegen hat die wir bei der taktischen Besprechung vor dem Spiel ausgegeben haben, weiß ich nicht. Ich jedenfalls bin heute mächtig stolz auf diese Mannschaft. Ein Schlüssel zum Erfolg war sicherlich der heute häufig praktizierte Wechsel zwischen Abwehr und Angriff. Dadurch waren wir zum Ende hin nicht nur im Kopf etwas konzentrierter, sondern hatten gerade zum Schluss auch konditionell einen kleinen Vorteil gegenüber den Gegnern. Wenn sich dann so wie heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüberstehen, sind es eben diese Kleinigkeiten die den Ausschlag geben können. So hatten wir diesmal das bessere Ende für uns", zeigte sich auch Co-Trainer Thorsten Tüx nach dem Spiel sichtlich zufrieden.

Es hätte ein perfekter Spieltag für die Frauenabteilung des THW werden können. Doch im letzten Spiel des Tages unterlag das SH-Liga Team von Patrick Kohl im "Derby" gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 17:23. Besser machen kann es die "Zweite" allerdings schon am nächsten Sonntag. Dann treffen um 15:40 Uhr in der Sporthalle Kronshagen die Nachwuchs-Teams beider Vereine aufeinander. Das Hinspiel konnten die Krabben zwar mit 32:25 noch deutlich für sich entscheiden aber mit so einer Leistung wie heute können die Zebras mit breiter Brust auflaufen.

Für den THW spielten: (TW)Maximiliane Riemenschneider (25.-60.Min.); (TW)Stephanie Schnoor (0.-25.Min.); Freya Antoni(3); Caroline Grünhagen (5/1); Jelena Nowak(1); Jennifer Johnsen; Adalheidur Alfredsdóttir(3); Kirstina Brüning(1); Franziska Miskic; Kim Schwardt(7); Alena Müller(1); Patricia Miskic(3); Lena Tiedemann(2)