THW Kiel - Die Frauen

Niederlagenserie hält an!

Es ist bereits die vierte Niederlage in Folge, die die 2. Frauen des THW Kiel am letzten Wochenende gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg einstecken musste. Dabei waren die Vorzeichen vor dem Spiel mehr als positiv. Während in den letzten Partien aufgrund von Verletzungen noch sehr viel improvisiert werden musste, stand dieses Mal fast der gesamte Kader wieder zur Verfügung. Einzig die langzeitverletzte Tessi Pomarius, sowie die aus privaten Gründen fehlenden Adalheidur Alfredsdóttir und Jennifer Johnsen standen nicht zur Verfügung. Dafür konnte der THW aber wieder auf Patricia Miskic, Kim Schwardt und Freya Antoni zurückgreifen. Es war also alles angerichtet für einen guten Handballnachmittag. Die erste Halbzeit begann verhalten auf beiden Seiten, doch nach dem 3:3(8.) bekamen die Gäste allmählich Oberwasser und nutzten die Fehler in der Abwehr der Zebras um ihre Führung langsam aber stetig über 4:7(13.) und 6:10(21.) auszubauen. Hinzu kam noch das der Gastgeber beim Abschluß die letzte Konzentration vermissen ließ und viele Bälle beim gegnerischen Torwart hängen blieben. Erst nach einem Time-Out auf Seiten der Kieler wurde es etwas besser, doch trotz des Treffers zum 11:13(29.), ging es mit einem 11:14 in die Pause.

Die Halbzeitansprache war deutlich und zeigte anscheinend auch Wirkung. Nicht nur das beim 14:14(36.) der Ausgleichstreffer erzielt werden konnte, sondern beim 16:14(38.) konnte erstmals eine eigene 2-Tore Führung erzielt werden. Maximiliane Riemenschneider präsentierte sich besonders in dieser Phase als sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Erst die 2-Minuten Strafe von Franziska Miskic in der 42. Minute brachte die Gäste wieder zurück ins Spiel. Anstatt den Ball vorne so lange wie möglich zu halten, produzieren die Kielerinnen einen Fehlpass nach dem anderen. Die Westerrönfelderinnen lassen sich nicht lange bitten und ziehen mit einem 4:0 Lauf auf 17:20(45.) davon. Dem THW gelingt es dann leider nicht eine Zeitstrafe für die HSG in etwas zählbares zu verwandeln und man verliert sogar die Überzahl mit 1:2. Zwar keimt beim 22:24(56.) kurz noch einmal die Hoffnung auf, das Spiel zu drehen, aber die erneute zwei Minuten Überzahl vergeben die Zebras kläglich und müssen mit dem Schlusspfiff auch noch das verdiente 22:25 für die Gäste hinnehmen. Dementsprechend ernüchternd fiel dann auch das Fazit von THW-Trainer Thorsten Tüx aus: "Natürlich bin ich enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft, da der Gegner hier wirklich kein Feuerwerk abgebrannt hat. Nach sehr durchwachsener erster Halbzeit kommen wir stark zurück und liegen sogar mit zwei Toren vorn. Dann lassen wir in Unterzahl vier Angriffe der Gäste zu und liegen wieder mit drei Toren hinten. Zu unserem eigenen Überzahlspiel muss ich gar nicht erst etwas sagen. Wir sind da einfach nicht clever genug und haben deshalb unterm Strich auch verdient verloren. Wir schaffen es im Moment einfach nicht über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen. Sicher, die Saison ist lang aber das ist sie für andere Mannschaften auch. Hinzu kommt natürlich, dass wir in der Abwehr nur reagieren, anstatt zu agieren und im Angriff auch ohne Druck versuchen durch überhastete Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Ich vermisse zur Zeit einfach die 100% Bereitschaft um jeden Ball zu kämpfen, jeden Gegenstoß kompromisslos zu laufen und auch nach jedem verlorenem Ball, und sei die Chance auch noch so klein den Gegner einzuholen, zurück zu eilen. Meine Aufgabe muss es jetzt sein, den Schalter bei den Spielrinnen wieder umzulegen und dann bin ich mir ganz sicher das wir das Spielfeld auch wieder als Gewinner verlassen werden."

Für den THW spielten: (TW)Stephanie Schnoor (0.-30.Min.); (TW)Maximiliane Riemenschneider (30.-60.Min.); Freya Antoni(1); Caroline Grünhagen (2); Jelena Nowak(4/1); Sarah Steffanowski(1); Kirstina Brüning(3); Franziska Miskic(2/1); Kim Schwardt(4); Alena Müller(1); Patricia Miskic(3); Lena Tiedemann; Lena Hansen(1)